Die Übergreifende Prüfungsordnung – Ein Überblick über die wichtigsten Änderungen für Bachelor- und Masterstudierende

01.10.2015

Es gibt drei Übergreifende Prüfungsordnungen: Eine für Bachelor- und Masterstudiengänge, die zum Wintersemester 2015/16 in Kraft tritt, sowie jeweils eine für lehramtsbezogene Bachelor- und lehramtsbezogene Masterstudiengänge, die bereits gelten, aber in  denen sich zum Wintersemester 2015/16 ein paar Punkte geändert haben. Die Übergreifende Prüfungsordnung für Bachelor- und Masterstudiengänge wurde in der zweiten Ordnung zur Änderung angepasst (Amtliche Bekanntmachungen Nr. 2016/014) und ist zum 26. Februar 2016 in Kraft getreten.

 

Die Übergreifenden Prüfungsordnungen enthalten allgemeine studiengangübergreifende Regelungen und gelten nur in Verbindung mit der Prüfungsordnung des jeweiligen Studiengangs, der sogenannten studiengangspezifischen beziehungsweise fachspezifischen (bei lehramtsbezogenen Studiengängen) Prüfungsordnung.
Folgende Regelungen gelten ab dem Wintersemester 2015/16

Prüfungsan- und abmeldungen

  • Alle Bachelor- und Masterstudierenden müssen sich für jede Prüfung aktiv anmelden – es gibt keine automatischen Wiederanmeldungen („Zwangsanmeldungen“) mehr!
  • Die normale Prüfungsanmeldung erfolgt über ein Modulares Anmeldeverfahren in CAMPUS-Office. Diese Prüfungsanmeldungen enden spätestens Ende November (Wintersemester) beziehungsweise Ende Mai (Sommersemester).
  • Wenn es für eine Prüfung in einem Semester zwei Prüfungstermine gibt, ist in der Regel eine Anmeldung für einen der beiden Termine über ein Modulares Anmeldeverfahren möglich. Es ist nicht möglich, sich direkt zu beiden Prüfungsterminen anzumelden.
  • Wenn Sie sich für den ersten Termin angemeldet und diesen nicht bestanden haben, beziehungsweise einen Rücktritt oder ein Attest eingereicht haben, müssen Sie sich für den nächsten Versuch selbst wieder anmelden: Wenn es im selben Semester noch einen Prüfungstermin gibt, erfolgt die Anmeldung über das VZPA in CAMPUS-Office über den Punkt „Prüfungsan-/abmeldung“. Diese Anmeldungen werden ab Anfang Januar (Wintersemester) beziehungsweise Ende Juni (Sommersemester) freigeschaltet und sind bis 7 Tage vor der Prüfung möglich. Beachten Sie dazu unsere Step-by-Step-Anleitung zur VZPA-Anmeldung. Wenn die Wiederholungsprüfung erst im nächsten Semester stattfindet, müssen Sie sich im nächsten Semester wieder über ein Modulares Verfahren anmelden.
  • Sie können von einer angemeldeten Prüfung bis 3 Werktage vor dem Prüfungstermin ohne Angabe von Gründen zurücktreten. Hinweis: Samstage zählen als Werktage. Beispiele: Wenn die Prüfung an einem Freitag stattfindet, ist der Rücktritt bis Dienstag, 23:59 Uhr, möglich, vorausgesetzt es liegt kein Feiertag dazwischen. Wenn die Prüfung an einem Montag stattfindet, ist der Rücktritt bis Donnerstag, 23:59 Uhr, möglich, vorausgesetzt es liegt kein Feiertag dazwischen.
  • Auflagenprüfungen und vorgezogene Mastermodule werden in der persönlichen Meldephase im ZPA angemeldet. Das Vorziehen von Mastermodulen aus zulassungsbeschränkten Studiengängen ist nicht erlaubt. Studierende, die ab dem Sommersemester 2016 erstmalig einen Bachelorstudiengang aufnehmen, dürfen nur noch Module im Umfang von 30 CP vorziehen.
  • Mündliche Ergänzungsprüfungen müssen unverzüglich nach Bekanntgabe des Ergebnisses der zweiten Wiederholungsklausur bei der Prüferin beziehungsweise dem Prüfer beantragt werden, spätestens im Termin der Einsichtnahme. Verwenden Sie dazu den Antrag auf Durchführung einer mündlichen Ergänzungsprüfung. Der Termin für die mündliche Ergänzungsprüfung wird in der Klausureinsicht festgelegt und muss innerhalb von vier Wochen nach der Einsicht stattfinden.

Eidesstattliche Versicherung

  • Bei allen schriftlichen Prüfungsarbeiten (außer Klausuren) müssen Sie an Eides Statt versichern, dass Sie die Prüfungsleistung ohne unzulässige fremde Hilfe erbracht haben und keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt wurden. Wenn die Arbeit zusätzlich in elektronischer Form abgegeben wird, muss die Erklärung auch die Übereinstimmung von schriftlicher und elektronischer Fassung enthalten.
  • Für alle schriftlichen Prüfungsarbeiten, die ab dem 1. Oktober 2015 angemeldet werden, muss dafür das Formular Eidesstattliche Versicherung verwendet werden. Gemeinsam mit den gebundenen Exemplaren ist die separate schriftliche eidesstattliche Versicherung abzugeben.

Anerkennung von Leistungen

  • Wenn Leistungen aus einem anderen Studiengang anerkannt werden sollen, müssen Sie beim zuständigen Prüfungsausschuss einen Antrag stellen.

Zeugnis

  • Die Notenstreichung bei Abschluss in Regelstudienzeit in Bachelorstudiengängen muss spätestens eine Woche nach Bekanntgabe des Ergebnisses der letzten Prüfungsleistung im ZPA beantragt werden. Diese Frist gilt für alle Studierenden, die ihr Bachelorstudium ab dem 1.10.2015 abschließen. Wie viele und welche Noten gestrichen werden dürfen, ist in Ihrer studiengangspezifischen Bachelor-Prüfungsordnung geregelt.

    Die gestrichene Note wird im Zeugnis als „bestanden“ eingetragen, zusätzlich wird die ursprünglich vergebene Note in einem gesonderten Bereich ausgewiesen.
  • In Masterstudiengängen ist die Notenstreichung nur noch möglich, wenn dies in der jeweiligen studiengangspezifischen Prüfungsordnung ausdrücklich geregelt ist.
  • Für zusätzlich abgelegte Prüfungen aus dem Curriculum Ihres Studiengangs oder aus anderen Studiengängen, die als Zusatzleistungen auf das Zeugnis aufgenommen werden sollen, muss spätestens eine Woche nach Bekanntgabe des Ergebnisses der letzten Prüfungsleistung ein Antrag auf Aufnahme von Zusatzleistungen auf das Zeugnis beim ZPA eingereicht werden.
  • Die Bedingungen für das Gesamturteil „mit Auszeichnung“ sind nun eine Bachelor- beziehungsweise Masterarbeit, die mit mindestens 1,0 bewertet ist, und eine Gesamtnote, die nicht schlechter als 1,3 ist.
  • Ihr Zeugnis erhalten Sie spätestens 2 Monate nach Bekanntgabe der Benotung Ihrer letzten Prüfungsleistung.

Weitere Änderungen

  • Mit der sogenannten Familienkarte kann insbesondere eine vorrangige Berücksichtigung bei der Wahl von Lehrveranstaltungen aufgrund von familiären Verpflichtungen geltend gemacht werden.
  • Aufgrund einer Änderung des Hochschulgesetzes ändert sich ab dem Wintersemester 2015/16 außerdem die Atteste-Regelung. Die geänderte Regelung wird rechtzeitg vor der Prüfungsphase bekannt gemacht werden.

Gegebenenfalls gibt es weitere Änderungen in Ihrer studiengangspezifischen Prüfungsordnung. Diese finden Sie in den Amtlichen Bekanntmachungen.