Tunnelbau und Geotechnik

 

Das Tätigkeitsfeld der Geotechnikerin oder des Geotechnikers ist sehr breit angelegt und hat viele Berührungspunkte mit den anderen Bereichen des Bauingenieurwesens und den angrenzenden Disziplinen. Jedes Bauwerk hat über seine Gründung eine Verbindung mit dem Untergrund, viele Bauwerke sind teilweise oder vollständig in den umgebenden Boden oder Fels eingebettet. Insbesondere im Bereich der Verkehrsinfrastruktur ergeben sich durch die Verlegung von Verkehrswegen in den Untergrund zahlreiche geotechnische Fragestellungen.

Die zukünftigen Tunnelbau- und Geotechnik-Master lernen, die für eine sichere Konstruktion und Bemessung notwendigen, naturwissenschaftlichen Zusammenhänge und die zugehörigen ingenieurmäßigen Lösungsmethoden. Hierzu gehören die Verfahren zur Erkundung des Untergrunds, die Materialgesetze zur Beschreibung seiner Eigenschaften und die darauf basierenden analytischen und numerischen Berechnungsverfahren. Weiterhin werden die vielfältigen Bau- und Konstruktionsmethoden bei speziellen Anwendungen in der Geotechnik wie beispielsweise im Tunnelbau, im Staudammbau oder in der Felsmechanik und im Felsbau vorgestellt und die für diese Bauwerke zu führenden Nachweise der Tragfähigkeit und Gebrauchstauglichkeit behandelt.

Der Schwerpunkt dient zum einen der Aus- und Weiterbildung der Bachelorabsolventinnen und Bachelorabsolventen, um sie auf anspruchsvolle Aufgaben in verantwortlicher Position in Ingenieurbüros, Baufirmen oder Behörden als Planende, Ausführende oder Überwachende von geotechnischen oder unterirdischen Baumaßnahmen vorzubereiten. Fundierte Kenntnisse in den benachbarten Disziplinen wie etwa dem konstruktiven Ingenieurbau, dem Wasserbau oder dem Straßen- und Verkehrswesen sind dabei genauso unverzichtbar wie entsprechende Kompetenzen im Bereich des Projektmanagements, des Baurechts oder der Baustoffwissenschaften. Diese Fächer sind daher neben den geotechnischen Fächern auf breiter Basis in den Masterschwerpunkt Tunnelbau und Geotechnik integriert. Sie befähigen die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen, in einem weit gefächerten Aufgabengebiet auch außerhalb der geotechnischen Spezialisierung tätig werden zu können.

 

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