Sofortprogramm "Saubere Luft 2017 bis 2020"

 

FORSCHUNGSPROJEKTE „Cities in Charge“ & „eMIND“

 

Februar 2019 /

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat in einer gemeinsamen Förderinitiative mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit zur Förderung von Forschung und Entwicklung im Bereich der Elektromobilität aufgerufen. Mit dem Sofortprogramm „Saubere Luft 2017 bis 2020“ sollen Kommunen mit besonders hoher NOx-Belastung Fördermittel zur Verfügung gestellt bekommen, um kurzfristig und nachhaltig die Luftqualität zu verbessern.

Um dieses Ziel zu erreichen haben sich zwei verschiedene Konsortien gefunden, in denen das Institut für Stadtbauwesen und Stadtverkehr (ISB) beteiligt ist.

Das Konsortium des Projektes „Cities in Charge“ setzt sich zusammen aus der Telekom-Tochter Comfortcharge GmbH, dem Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM), der Landeshauptstadt Dresden sowie drei Lehrstühlen der RWTH Aachen University.
Neben dem ISB sind dies das Human-Computer-Interaction-Center (HCIC) und das Institut für Hochspannungstechnik (IFHT).
Den Kern des Projektes stellt der Aufbau von öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur (LIS) auf Liegenschaften der Telekom dar. Durch den weiteren Ausbau der LIS, sollen neue Anreize geschaffen werden, konventionelle Fahrzeuge auf Elektrofahrzeuge umzustellen. Durch die vier Forschungspartner wird eine umfassende Begleitforschung des Aufbaus von Ladeinfrastruktur (LIS) in deutschen Ballungsräumen sowie deren Auswirkungen auf die Luftqualität ermöglicht. Regionale Schwerpunkte innerhalb des Projektes liegen in den Ballungsräumen und Umland der Städte Bonn, Dresden, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig und München. Ihre NO2-Belastung lag im Jahresmittelwert von 2016 zwischen 42 µg/m³ und 80 µg/m³.

Weitere Informationen zum Projekt...

Das Projekt „eMIND“ ist lokaler begrenzt und behandelt die Problematik der Luftreinhaltung in der Stadt Düren sowie der zugehörigen Einzugsgebiete. Das Konsortium besteht neben den drei RWTH Aachen University Instituten ISB, HCIC und IFHT aus der Stadt Düren, der WIN.DN GmbH und den Leitungspartnern. Mit einem Jahresmittelwert von 60 µg/m³ im Jahr 2016 gehört die Stadt zu den zehn höchst belasteten Städten der Republik. Trotz Reduktionen in den letzten Jahren in den Messwerten wird der Grenzwert von 40 µg/m³ überschritten.
Um diese Entwicklung stärker zu unterstützen und die NOx-Belastung weiter abzusenken, stellt die Elektrifizierung des Motorisierten Individualverkehrs in der Stadt (sowohl Flotten als auch Privatfahrzeuge) einen wichtigen Baustein dar. Der innerhalb des Projektes im Fokus stehende Aufbau von Ladeinfrastruktur soll die Verbreitung der Elektromobilität unterstützen.

Weitere Informationen zum Projekt...

Mit der Auftaktveranstaltung am 14. Januar im BMWi in Berlin konnte das Netzwerk der geförderten Projekte und Partner sich kennenlernen, austauschen und fachliche Diskussionen führen. Die Vielzahl von geförderten Projekten zeigt die große Anzahl von möglichen Ansätzen zur Verbreitung und Ausgestaltung von LIS auf, die den Markthochlauf der Elektromobilität unterstützen und so die NOx-Emissionen reduzieren soll.